Presse-Statement zur ersten Sitzung des Sozialbeirats des Landkreises Fürstenfeldbruck

31. Juli 2026

Am 28.07.2026 fand die erste Sitzung des Sozialbeirats des Landkreises Fürstenfeldbruck im Jahr 2026 statt. Der Sozialbeirat tagt im Durchschnitt zweimal jährlich und dient als beratendes Gremium für soziale Fragestellungen im Landkreis. In der Sitzung wurden verschiedene Themen aus den Bereichen Gleichstellung, Inklusion, sozialer Schutz und gesellschaftliche Teilhabe aufgegriffen und mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Verbänden erörtert.

Ein zentraler Punkt der Beratung war die Fortschreibung des Kommunalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Die Mitglieder des Sozialbeirats wurden über den aktuellen Stand von der Verwaltung informiert. Als Referentin für Gleichstellung und Inklusion habe ich gemeinsam mit der SPD-Fraktion den entsprechenden Antrag in die Kreistagssitzung am 23.07.2026 eingebracht, dem der Kreistag zugestimmt hat. Die darin formulierten Leitfragen sollen künftig in die Berichterstattung der Verwaltung an den Kreistag sowie an den Sozialbeirat einfließen. Aus fachlicher Sicht ist die Fortschreibung des Aktionsplans eine wichtige Grundlage, um bestehende Barrieren weiter abzubauen und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu stärken.

Ein weiteres Thema war die Finanzierung der Gewaltschutzeinrichtungen im Landkreis ab Januar 2027. Die Verwaltung stellte die aktuelle Situation dar und erläuterte die anstehenden Veränderungen. Aus meiner fachlichen Perspektive ist hervorzuheben, dass Frauenhäuser, Fachberatungsstellen und weitere Schutzangebote unverzichtbare Arbeit leisten. Die Unterstützung von Gewalt betroffenen Menschen sollte aus meiner Sicht nicht von Finanzierungsfragen abhängig sein.

Zudem wurde der Sozialbeirat über den Antrag der SPD-Fraktion zum Beitritt des Landkreises zur Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene informiert. Ich halte einen Beitritt für ein klares Bekenntnis zu Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung. Die Charta bietet aus meiner Sicht einen bewährten Rahmen, um Gleichstellung als Querschnittsaufgabe in Verwaltung und Politik weiterzuentwickeln. Der Sozialbeirat hat hierzu jedoch keine Bewertung abgegeben und keinen Beschluss gefasst.

Die Sitzung wurde stellvertretend für den Landrat von Kreisrätin Petra Weber geleitet. Die Mitglieder des Sozialbeirats brachten weitere Anliegen und Erwartungen ein, die in die zukünftige Beratungsarbeit einfließen werden.

Ich habe angeregt, den bisherigen Sitzungsturnus – durchschnittlich zwei Sitzungen pro Jahr – zu überprüfen und einen regelmäßigen Rhythmus zu etablieren, um soziale Themen kontinuierlich begleiten zu können. Dies ist ein Vorschlag meinerseits und keine Empfehlung oder Festlegung des Gremiums.

Als Referentin für Gleichstellung und Inklusion begrüße ich den offenen Austausch und die konstruktive Zusammenarbeit ausdrücklich. Gemeinsam mit Politik, Verwaltung, Verbänden und Zivilgesellschaft möchte ich dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für ein inklusives, gerechtes und solidarisches Miteinander im Landkreis weiter zu stärken.

Monica Süß

Referentin für Gleichstellung und Inklusion

SPD Kreistagsfraktion

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