Presse-Statement zur ersten Sitzung des Sozialbeirats des Landkreises Fürstenfeldbruck

31. Juli 2026

Die erste Sitzung des Sozialbeirats am 28.07.2026 hat deutlich gemacht, dass die Themen Gleichstellung, Inklusion und sozialer Schutz zu den zentralen Zukunftsaufgaben im Landkreis Fürstenfeldbruck gehören. Der offene und konstruktive Austausch zwischen Politik, Verwaltung und den vertretenen Verbänden zeigt, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit ist, um soziale Teilhabe für alle Menschen zu sichern und weiter auszubauen. Ein besonderer Schwerpunkt der Beratungen lag auf der Fortschreibung des Kommunalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die kontinuierliches Engagement und konkrete Maßnahmen erfordert. Ziel der Fortschreibung ist es, bisher Erreichtes zu sichern, bestehende Barrieren weiter abzubauen und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen nachhaltig zu stärken. Dabei ist die Beteiligung der Betroffenen und ihrer Interessenvertretungen ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Finanzierung der Gewaltschutzeinrichtungen im Landkreis Fürstenfeldbruck ab Januar 2027. Frauenhäuser, Fachberatungsstellen und weitere Schutz- und Unterstützungsangebote leisten tagtäglich unverzichtbare Arbeit für Menschen, die von Gewalt betroffen sind. Eine langfristig verlässliche und bedarfsgerechte Finanzierung ist die Grundlage dafür, dass diese Hilfsangebote auch künftig in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen. Es darf nicht von Finanzierungsfragen abhängen, ob Frauen, Kinder und andere von Gewalt betroffene Menschen Schutz, Beratung und Unterstützung erhalten.

Zudem wurde über den Antrag der SPD-Fraktion zum Beitritt des Landkreises Fürstenfeldbruck zur Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene informiert. Ein Beitritt wäre ein klares Bekenntnis zu Chancengleichheit, Nichtdiskriminierung und gesellschaftlicher Teilhabe. Die Charta bietet einen bewährten Rahmen, um Gleichstellung als Querschnittsaufgabe in Verwaltung und Politik systematisch weiterzuentwickeln und konkrete Maßnahmen zur Förderung gleicher Chancen umzusetzen.

Die Sitzung, die stellvertretend für den Landrat von Kreisrätin Petra Weber geleitet wurde, hat gezeigt, dass ein breiter Konsens darüber besteht, die Themen wie soziale Gerechtigkeit, Inklusion, Gleichstellung, Pflege, Senioren, Integration im Landkreis engagiert voranzubringen. Darüber hinaus wurden weitere Anliegen und Erwartungen aus den Verbänden und der Politik aufgenommen, die in die zukünftige Arbeit des Sozialbeirats einfließen werden. Die Referentin Süß hat vorgeschlagen, dass nicht wie bisher überwiegend einmal im Jahr der Sozialbeirat tagt, sondern ein regelmäßiger Sitzungsrhythmus etabiliert wird, so dass soziale Themen kontinuierlich begleitet werden können und "wir die Beratungs‑, Kontroll‑ und Beteiligungsfunktion gegenüber Kreistag und Kreisausschuss erfüllen können". Als Referentin für Gleichstellung und Inklusion begrüße ich insgesamt den ersten positiven Austausch und lösungsorientierte Zusammenarbeit ausdrücklich. Gemeinsam mit Politik, Verwaltung, Verbänden und Zivilgesellschaft werden wir diesen Weg fortsetzen und die Rahmenbedingungen für ein inklusives, gerechtes und solidarisches Miteinander im Landkreis weiter stärken.

Monica Süß

Referentin für Gleichstellung und Inklusion Landkreis Fürstenfeldbruck

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